Steven Mohr
Steven Mohr

Schröder-Liga Saar

#Faktencheck; Der Tabellenführer der Schröder-Liga Saar kann sich eigentlich nur noch selbst beim Aufstieg schlagen

Berger-Elf um den SVA kann die Saison vergolden

Auersmacher. In der Schröder-Liga Saar hat sich der SV Auersmacher mit einem dicken Winterpolster in die Pause verabschiedet. Sagenhafte 16 Punkte Vorsprung auf den aktuellen Verfolger SG Mettlach-Merzig (33 Punkten) stehen beim Tabellenführer auf dem Habenkonto. Es könnte am Ende vielleicht sogar der Rekord in der höchsten saarländischen Spielklasse werden. Der Verein ist dem Oberliga-Aufstieg schon ein gutes Stück nahe, kann seine Spielzeit mit dem verbundenen Aufstieg noch vergolden und sich in der Rückrunde eigentlich nur noch selbst dabei schlagen. Es wäre aber ein großes Wunder, sollte Auersmacher noch den Oberliga-Aufstieg am Ende aus den eigenen Händen zu geben.

Es ist allerdings kein Wunder, dass in Auersmacher größtenteils sehr vieles zusammen passt. Auf dem Rasen steht eine Mannschaft, die von einer guten Chemie im Team, den Qualitäten sowie auch durch starke Kompetenzen an der Außenlinie fungiert. Mit Trainer Jan Berger und Co-Trainer Jörg Backes hat man zwei Kenner der Oberliga schon an seiner Führungsregie des Teams. Ergänzend durch viele Spieler wie Marius Schley, Lars Birster, Jan-Luca Rebmann oder auch Patrick Jantzen sind auf dem Spielfeld viele Führungskräfte, die einiges an Oberliga-Erfahrung aufweisen können. In Auersmacher stimmt einiges.

Diese Spielzeit hat der SVA in 18 Partien nur einmal verloren, einmal Unentschieden gespielt und 16 Spiele für sich entschieden. In der Tabelle ist die Berger-Elf nicht nur Spitzenreiter, sondern auch in der Heimtabelle auf dem ersten Platz zu finden. Auf dem eigenen Platz holte der SVA 25 Zähler, in der Auswärtstabelle belegt der SVA ebenfalls mit 24 Punkten die Bestmarke. Damit ist aber noch lange nicht genug, denn mit Niclas Judith stellt der Club zur Winterpause sogar den Top-Torjäger der Schröder-Liga Saar. Der Neuzugang konnte mit 15 Treffern und 6 Torvorlagen hervorragend einschlagen. Selbst in der „ewigen Tabelle“ ist der SV Auersmacher Spitze! In 18 Jahren verbuchte man in 551 Begegnungen ein Torverhältnis von 1289:777 und schnappte sich 998 Punkte. Lediglich dem SC Halberg Brebach (2:1) ist es im September gelungen, dem SV Auersmacher eine Niederlage auf das Papier zu bringen. Auch in dieser Partie war Torjäger Niclas Judith mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erfolgreich.

Bei einem Aufstieg in die Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Gruppe Süd erwarten den SV Auersmacher einige interessante Partien, die allerdings für Trainer Jan Berger und sein Co-Trainer Jörg Backes nichts Unbekanntes sind. Beide arbeiteten bereits in Eppelborn erfolgreich in dieser Spielklasse und Backes war auch mit dem FC Hertha Wiesbach in der Spielklasse unterwegs. Es wäre also für das Trainerteam des SVA eine Rückkehr in die ehemalige Spielklasse. Viele Spieler im Team des SVA kennen diese Liga auch schon gut. So wird man den Fans des Clubs auch in der Oberliga viele heiße Duelle liefern können.

Wenn es nach der Winterpause weitergeht, begibt sich der SV Auersmacher wohl ziemlich sicher auf eine Abschiedstournee in der Schröder-Liga Saar. Im März 2022 bekommt es Auersmacher zum Auftakt mit der FSG Ottweiler-Steinbach zu tun, im Saarlandpokal trifft die Berger-Elf sogar zum Härtetest auf den Oberligisten und saarländischen Spitzenclub aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Gruppe Süd, den FC Hertha Wiesbach. Hier trifft Co-Trainer Jörg Backes auf seinen ehemaligen Arbeitgeber, für Trainer Jan Berger ist das Duell kein Neuland. Mit dem Lokalrivalen aus Eppelborn konnte Berger schon einige Derbys gegen den FC Hertha Wiesbach austragen. Nun könnte Berger und sein Team mit einem Sieg im Saarlandpokal Viertelfinale einen echten Coup hinlegen, sollte man den Oberligisten ärgern können. Doch in dieser Partie muss der SVA bis an seine Grenzen gehen, sollte man die Mannschaft aus dem Wiesbacher ProWin-Stadion tatsächlich schlagen, dann verzeichnet der SVA nicht nur einen Coup, sondern stößt die Tür sehr weit auf. Schließlich findet das Finale um den Saarlandpokal in diesem Jahr zum ersten Mal im Saarbrücker Ludwigsparkstadion statt. Eine weite Anreise hätte die Berger-Mannschaft dafür nicht. Eine mögliche, aber sehr große Hürde, wäre mit dem Gewinn des Saarlandpokals das I-Tüpfelchen auf dem Ganzen. Dann könnte man beim SVA sogar von einer Teilnahme am DFB-Pokal Wettbewerb träumen.

Beim SVA fiebert man jetzt schon sehr erfreulich den restlichen Partien in der Schröder-Liga Saar entgegen. Ein „Titel“ wurde dem SV Auersmacher diese Spielzeit allerdings verwehrt. Die „Hallenkönige“ aus dem Saar-Blies-Stadion können auch in diesem Jahr nicht an der Qualifikation zum Hallenmasters-Finale mitspielen und so auch nicht beim abschließenden Turnier in der Saarlandhalle um den Henkelpott fighten. Eigentlich ist die Berger-Mannschaft vom Papier her immer ein sehr großer Favorit auf den Turniersieg beim großen Endturnier in der Saarbrücker Saarlandhalle. Auch in der Halle ist Auersmacher eine Spitzenmannschaft und hat schon viele Vereine aus dem Oberhaus an den Rand der Verzweiflung gebracht. Oftmals sicherte sich der Club das Ticket zum Endturnier und dominierte auch dort mit eleganter Spielweise und guter Technik. Beim 28. Hallenmasters wurde Auersmacher jedoch im Halbfinale vom FC Hertha Wiesbach gestoppt und wurde abschließend nur Vierter. Der letzte Titel bei diesem grandiosen Hallenfest konnte Auersmacher 2019 verbuchen, da schoss der verstorbene Lucas Hector noch seinen Club zum 5. Mastertitel. Im Finale besiegte man den Liga-Rivalen VfL Primstal mit 2:1.

Fans und Gönner des Clubs können sich wohl schon für die Sommerpause auf eine große Party einstellen. Ende.

TSVA-Trainer Jan Berger jubelt am liebsten über Siege seiner Mannschaft – FOTO: Steven Mohr

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