Grügelborn. Was auf dem Papier wie eine klare Angelegenheit aussah, war auf dem Platz lange Zeit ein hartes Stück Arbeit für den Favoriten: In der 1. Hauptrunde des Saarlandpokals lieferte der Landesligist SG Oberkirchen-Grügelborn dem zwei Klassen höher spielenden Saarlandligisten SC Reisbach bis weit in die Partie hinein einen leidenschaftlichen Pokalfight, musste sich am Ende jedoch mit 0:7 (0:3) geschlagen geben.
Von der ersten Minute an zeichnete sich ab, dass der Unterklassige keineswegs gewillt war, das Feld kampflos zu räumen. Zwar erwischte der SC Reisbach den besseren Start und ging bereits nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung, doch die Hausherren reagierten mit einer tiefen Leidenschaft. Mit großem Kampfgeist, hoher Laufbereitschaft und kompromisslosen Einsatz stemmte sich die SG gegen den Druck des Saarlandligisten und erarbeitete sich im ersten Durchgang eigene Möglichkeiten – unter anderem durch einen gefährlichen Fernschuss von Ibrahim Alhaji.

Der feine Unterschied lag jedoch in der Effizienz: Während die Gastgeber ihre Chancen ungenutzt ließen, zeigte sich der Favorit vor dem Gehäuse eiskalt. In der 29. Spielminute baute der SC Reisbach seine Führung durch einen Freistoß auf 0:2 aus. Als den Gästen kurz vor dem Pausenpfiff gar noch das 0:3 gelang, bedeutete dies den Vorentscheid – und einen spürbaren Dämpfer für den Siegeswillen der Heimelf.
Nach dem Seitenwechsel steckte die SG Oberkirchen-Grügelborn jedoch keineswegs auf. Die Gastgeber kamen mit viel Schwung aus der Kabine, bauten druckvoll Phase auf Phase auf und drängten auf den Anschlusstreffer. Doch mitten in diese Drangperiode hinein schlug der Favorit erneut eiskalt zu: Das 0:4 bedeutete die endgültige Entscheidung. In der Folge übernahm der SC Reisbach vollends das Spielgeschehen, nutzte die schwindenden Kräfte des Landesligisten konsequent aus und schraubte das Ergebnis bis zum Schlusspfiff auf 0:7 hoch.
Während der Saarlandligist damit erwartungsgemäß das Ticket für die nächste Pokalrunde löst, bleibt der SG Oberkirchen-Grügelborn ein starker Auftritt gegen den Saarlandligisten. Trotz des deutlichen Endergebnisses haben sich die Gastgeber teuer verkauft und können mit erhobenem Haupt in die anstehenden Aufgaben in der Landesliga Nord gehen.

