Schiffweiler. Im Rahmen der 1. Hauptrunde des Sparkassen-Pokals Saar traf die FSG Schiffweiler-Landsweiler als Verbandsligist auf den klassenhöheren SV Preußen Merchweiler aus der Saarlandliga. Im Derby setzte sich Merchweiler am Ende mit 4:1 durch und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Die Gäste hatten über weite Strecken mehr Ballbesitz und bestimmten zunehmend das Spielgeschehen, während die FSG vor allem auf Umschaltsituationen und Konter setzte.
In der Anfangsphase tat sich Merchweiler zunächst schwer, aus der spielerischen Überlegenheit zwingende Torchancen zu entwickeln. Die Gastgeber verteidigten aufmerksam und versuchten, nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen. In der 17. Minute ergab sich daraus eine gute Möglichkeit für Schiffweiler: Nach einem gewonnenen Zweikampf auf der rechten Seite legte Nicolas Thiel den Ball quer auf Philipp Schumacher, der den Abschluss jedoch nicht sauber traf. Damit blieb eine aussichtsreiche Gelegenheit zur Führung ungenutzt.
Auf der Gegenseite versuchte es Merchweiler in der 28. Minute mit einem Distanzschuss, der den Torhüter der Hausherren allerdings vor keine größeren Probleme stellte. Wenig später fiel dennoch die Führung für die Gäste. Nach einem wuchtigen Abschluss von Merchweilers Tim Cullmann kam es in der Defensive der FSG zu einem Missverständnis zwischen Jan Hinkelmann und Torhüter Torben Steil. Der Ball landete unglücklich im eigenen Tor – das 0:1 in der 35. Minute.

Mit dem Führungstreffer gewann Merchweiler zunehmend an Sicherheit und erhöhte den Druck. Die Gäste übernahmen nun deutlicher die Kontrolle und kamen kurz vor der Pause zum zweiten Treffer. In der 44. Minute reagierte Merchweilers Emirhan Erdogan nach einem Abpraller am schnellsten und erhöhte auf 0:2. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste einen guten Start und bauten ihren Vorsprung früh aus. In der 51. Minute spielte Merchweilers Elias Hakim den Ball von der linken Außenbahn auf David Keller, der die Hereingabe aus kurzer Distanz sehenswert mit der Hacke im langen Eck zum 0:3 unterbrachte. Der Treffer war nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern bedeutete zugleich einen wichtigen Schritt in Richtung Weiterkommen.

Die FSG Schiffweiler-Landsweiler gab sich jedoch nicht vollständig geschlagen und suchte weiterhin den Weg nach vorne. In der 63. Minute bot sich den Gastgebern eine gute Gelegenheit, den Rückstand zu verkürzen. Der Abschluss von Philipp Schumacher verfehlte das Tor nur knapp. Es blieb damit beim 0:3, und Merchweiler konnte den Vorsprung zunächst behaupten.
In der Schlussphase gelang Merchweiler durch Brody Wilson in der 88. Minute das 0:4. Die FSG setzte in der Nachspielzeit noch einen Treffer dagegen: Moritz Weiskircher verkürzte in der 90. Minute auf 1:4. Am Ausgang der Begegnung änderte dies nichts mehr.

Der SV Preußen Merchweiler gewann das Derby am Ende mit 4:1 und zog damit seine spielerische Überlegenheit über weite Strecken auch im Ergebnis durch. Die Gäste kontrollierten insbesondere nach dem Führungstreffer das Geschehen und nutzten ihre Chancen konsequenter. Die FSG Schiffweiler-Landsweiler hielt zunächst dagegen, konnte aus ihren Möglichkeiten jedoch keinen entscheidenden Nutzen ziehen. Der Klassenunterschied war im Spielverlauf phasenweise erkennbar, wobei die Gastgeber trotz des Rückstands weiter um offensive Akzente bemüht waren.
