Eppelborn. In einer hitzigen Oberliga-Partie sicherte sich der FC Hertha Wiesbach am 24. Spieltag mit einem 4:1-Sieg beim FV Eppelborn nicht nur drei Punkte, sondern auch die Vorherrschaft in der Gemeinde. Während die Gäste spielerisch überzeugten, schwächte sich das Tabellenschlusslicht aus Eppelborn in der Schlussphase durch zwei Platzverweise selbst.
Wiesbach dominiert, das Aluminium rettet Eppelborn
Vor einer stattlichen Zuschauerkulisse übernahm der Tabellenelfte aus Wiesbach von Beginn an das Kommando. Mit aggressivem Pressing erstickten die Gäste das Aufbauspiel der Eppelborner bereits im Keim. Die Hausherren, aktuell auf Rang 18 der Tabelle isoliert, fanden kein spielerisches Mittel und flüchteten sich in lange Bälle, die für die souveräne Hertha-Abwehr kein Problem darstellten.
Das einzige, was den Gästen in der ersten Halbzeit fehlte, war das nötige Quäntchen Glück im Abschluss. In der 17. Minute scheiterte Pascal Piontek am Pfosten, zehn Minuten später verhinderte Eppelborns Schlussmann Knichel mit einer Glanzparade gegen Max Poller den Rückstand.
Der Knoten platzt – und Eppelborn schlägt aus dem Nichts zurück
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert: Einbahnstraßenfußball Richtung Eppelborner Tor. Nachdem Lucas Bidot in der 52. Minute erneut nur den Pfosten getroffen hatte, erlöste Tom Keller die mitgereisten Fans in der 57. Minute mit der längst überfälligen 1:0-Führung.

Eppelborn zeigte jedoch Moral und traute sich nun mutiger nach vorne. In der 78. Minute folgte die kalte Dusche für die spielbestimmenden Wiesbacher: Eine Flanke aus dem Halbfeld landete bei Gutmann, dessen artistischer Hackentrick zwar ebenfalls am Aluminium landete, doch Adam Ladjnef stand goldrichtig und staubte zum überraschenden 1:1-Ausgleich ab.
Turbulente Schlussphase: Platzverweise und Torrausch
Die Hoffnung der Hausherren auf einen Punktgewinn hielt jedoch nur kurz. In der 81. Minute sah Leon Bayer nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte – der Anfang vom Ende für den FVE. In Überzahl agierte Wiesbach eiskalt. Nur drei Minuten nach dem Platzverweis veredelte Sören Maas einen Traumpass zur erneuten Führung (84.).
Eppelborn brach nun vollends auseinander. Ein schwerer Abwehrfehler ermöglichte Tom Keller seinen Doppelpack zum 1:3 (88.), bevor Yannik Haupts in der Nachspielzeit (90.+2) den 1:4-Endstand markierte.

Dass es ein echtes Derby war, zeigte sich auch nach dem Abpfiff: In einer unübersichtlichen Rudelbildung verlor Nicolas Jobst die Nerven und sah nach einer Tätlichkeit noch die glatt rote Karte. Während Wiesbach den Derbysieg feiert, bleibt Eppelborn am Tabellenende stecken.
















