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Cedric Stolte

3. Liga

Der 1. FC Saarbrücken kämpft sich in die Relegation

Verdienter Heimsieg bescherte den Saarländern Platz 3

Saarbrücken. Mit Hochspannung wurde der letzte Spieltag der Drittliga-Saison 2024/25 erwartet, bei dem es für den 1. FC Saarbrücken um alles ging. Das Team von Trainer Alois Schwartz traf dabei auf Borussia Dortmund II, für die es um den Abstieg ging. Das Stadion war mit über 15.000 Fans erneut ausverkauft. 

Trotz der 2:4-Niederlage in Aachen glaubte der FCS weiter an seine Chance. Die Ausgangslage war klar: Nur ein eigener Sieg bei gleichzeitigem Punktverlust des Konkurrenten Cottbus würde die Aufstiegshoffnung wahren – alternativ müsste der FCS bei einem Cottbuser Sieg mit mindestens drei Treffern Vorsprung gewinnen. Doch FCS-Trainer Alois Schwartz wollte von Rechenspielen vor dem Spiel nichts wissen: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Wenn wir früh führen,können wir sehen, ob sich etwas am Torverhältnis korrigieren lässt. Aber erstmal geht es darum, das Spiel zu gewinnen.“ Verzichten musste der FCS weiterhin auf eine Reihe verletzter Spieler: Boné Uaferro (Rückenprobleme), Bjarne Thoelke (Krank), Simon Stehle (Syndesmosebandanriss), Amine Naifi (Kreuzbandriss), Jacopo Sardo (Trainingsrückstand), Richard Neudecker (Reha) sowie Stammtorhüter Philipp Menzel (Entzündung). Eines war aber auch klar, bei einer Niederlage und gleichzeitigen Sieg von Hansa Rostock könnte der FCS auch den vierten Platz und somit die DFB-Pokal Teilnahme verlieren. Es ging um sehr viel für den FCS und für den BVB II.

Dies merkte man auch von Anfang durch giftige Zweikämpfe an. Zunächst hatte Dortmund die erste gute Möglichkeit bevor sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Nach und nach wurde der FCS besser und kreierte eine Reihe von guten Angriffen. Auch der parallele Rückstand von Cottbus sprach sich schnell rum. Und gerade in dieser Phase lag Saarbrücken plötzlich hinten. Joel Bichsel verlor im Mittelfeld den Ball und Julian Hettwer schaltete blitzschnell um und schoss aus sechzehn Metern den Ball ins Tor. Dabei sah Tim Paterok nicht gut aus. Saarbrücken drückte danach auf den Ausgleich, dieser hatte Manuel Zeitz kurz vor der Pause auf dem Fuß, der Ball streifte wohl noch den Pfosten. Parallel erzielte Cottbus den Ausgleich und somit blieb zur Halbzeit alles beim alten, Saarbrücken Vierter und Cottbus Dritter. Glücklicherweise stand es bei Rostock noch 0:0. 

Spannung pur mit guten Ausgang für den 1. FC Saarbrücken. Fotos: Fabian Kleer

Saarbrücken startete die 2. Halbzeit druckvoll und hatte direkt gute Tormöglichkeiten. Es lief ein Spiel auf ein Tor. Dortmund wurde durch Konter aber weiterhin brandgefährlich. In der 67. Minute fiel der überfällige Ausgleich. Nach mehreren Versuchen war es Kai Brünker der den Ball irgendwie in das Tor reinstocherte und den Ludwigspark zum Beben brachte. Zeitgleich lag plötzlich Energie Cottbus zurück und Saarbrücken war somit Dritter in der Tabelle. Es ging hin und her jetzt und das Stadion kochte über. Es lief bereits die letzten fünf Minuten als Patrick Schmidt das Tor zur Relegation weit aufstieß und Saarbrücken in Führung brachte. Schmidt traf quasi mit seinem ersten Ballkontakt aus abseitsverdächtiger Position nach Vorlage von Florian Krüger. Den über 15.000 Zuschauern war es egal und man feierte hier. 

Am Ende gewinnt der 1. FC Saarbrücken völlig verdient mit 2:1 und sicherte sich, aufgrund der Niederlage von Energie Cottbus, den Relegationsplatz zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und die Teilnahme am DFB-Pokal. Borussia Dortmund II ist abgestiegen.

Zunächst hat der 1. FC Saarbrücken am kommenden Freitag Heimrecht in der Relegation bevor es am 27.05. zum 2. Ligisten geht. Der genaue Gegner wird morgen am letzten Spieltag der 2. Bundesliga ermittelt.

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