Kaiserslautern. Am Samstagabend, dem 1. Februar 2026, kam es im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion zum mit Spannung erwarteten Nachbarschaftsduell in der 2. Bundesliga. Vor 49.179 Zuschauern empfing der 1. FC Kaiserslautern die SV Elversberg auf dem Betzenberg. Während die Gastgeber im Kampf um die Aufstiegsplätze unter Zugzwang standen, reiste die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner mit der Chance an, sich in der Spitzengruppe weiter festzusetzen – ein Vorhaben, das die Saarländer mit einem 3:1-Auswärtssieg eindrucksvoll umsetzten.
Die SV Elversberg hat mit einem 3:1-Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern einen großen Schritt im Aufstiegsrennen gemacht und kletterte am Samstagabend auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Auf dem ausverkauften Betzenberg entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie mit hoher Lautstärke auf den Rängen und viel Tempo auf dem Rasen. Die Gäste aus dem Saarland erwischten den besseren Start. Bereits in der dritten Minute hatte Bambasé Conté nach Vorarbeit von Lukasz Poreba die große Chance zur Führung, scheiterte jedoch an FCK-Keeper Julian Krahl. Kurz darauf prüfte Lukas Petkov den Lauterer Schlussmann erneut. Die SV Elversberg präsentierte sich druckvoll und nutzte geschickt die Räume, die sich durch die sehr offensive Ausrichtung der Gastgeber ergaben. Kaiserslautern, erstmals seit der Winterpause wieder mit Topstürmer Ivan Prtajin in der Startelf, fand nach und nach besser ins Spiel. Die größte Möglichkeit der Pfälzer hatte Paul Joly, dessen Grätsche am zweiten Pfosten nur am Aluminium landete. Insgesamt blieb das Spiel intensiv, aber chancenarm, da beide Teams kaum zu längeren Ballbesitzphasen kamen. In der Schlussphase der ersten Hälfte nahm die Partie dann eine entscheidende Wendung. Zunächst musste Prtajin nach einem unglücklichen Umknicken verletzt ausgewechselt werden. Wenig später griff Schiedsrichter Deniz Aytekin nach VAR-Überprüfung hart durch: Nach einem Trikotziehen von Leon Robinson im Strafraum entschied er auf Elfmeter für Elversberg und zeigte dem FCK-Verteidiger die Rote Karte. Petkov verwandelte sicher zur Führung der Gäste. Doch Kaiserslautern schlug noch einmal zurück: In der langen Nachspielzeit lenkte Elversbergs Maximilian Rohr einen Querpass von Skyttä unglücklich ins eigene Tor, sodass es mit einem 1:1 in die Pause ging.

Mit einem Mann weniger zog sich der FCK nach dem Seitenwechsel tief zurück und konzentrierte sich auf die Defensive. Elversberg übernahm klar die Spielkontrolle, tat sich zunächst aber schwer, das Abwehrbollwerk der Lauterer zu knacken. Die Gäste suchten geduldig nach Lösungen und erhöhten den Druck. In der 55. Minute fand die SVE schließlich den entscheidenden Moment: Frederik Schmahl schlug einen präzisen Diagonalball auf Tom Zimmerschied, der querlegte auf Winterneuzugang David Mokwa. Der 21-Jährige traf direkt am ersten Pfosten und erzielte damit sein erstes Tor im Elversberger Trikot zur erneuten Führung. Auch danach blieb Elversberg spielbestimmend, während Kaiserslautern offensiv kaum noch Entlastung fand. Die Partie wurde zusätzlich durch viele Ausrutscher auf dem nassen Rasen geprägt, die vor allem die Gäste immer wieder ausbremsten. Dennoch behielt die Wagner-Elf die Kontrolle und ließ defensiv wenig zu. In der Schlussphase machte schließlich ein Joker den Deckel drauf: Der eingewechselte Luca Schnellbacher vollendete einen Konter nach Vorarbeit von Petkov zum 3:1. Damit war die Entscheidung gefallen und Elversberg brachte den verdienten Auswärtssieg souverän über die Zeit. Mit diesem Erfolg bleibt die SV Elversberg mindestens bis Sonntag auf Rang zwei der Tabelle, während der 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegsrennen weiter an Boden verliert.

















