Bubach-Calmesweiler. Am Donnerstagnachmittag, 30.05.2024, fand auf dem Kunstrasenplatz des SV Bubach-Calmesweiler das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Landesliga Nord statt. Der VfR Otzenhausen (Tabellenzweiter Bezirksliga Blies/Nahe) traf dabei auf den VfB Heusweiler (Tabellenzweiter Bezirksliga Ill/Theel). 950 Zuschauer waren gekommen, um sich dieses Spiel nicht entgehen zu lassen.
Die ersten zehn Minuten der Partie verliefen ohne sehenswerte Aktionen. Beide Mannschaften wollten nichts riskieren und wirkten leicht nervös. Doch dann schlug der VfB Heusweiler eiskalt zu und ging nach einem langen Ball in die Spitze durch Spielertrainer Mirco Frischmann in Führung (11.). Der nächste Angriff des VfB Heusweiler rollte fünf Minuten später auf die Defensive des VfR Otzenhausen zu. Marcel Mertes vollendete nach einem Sprint mit einem Schuss ins lange Eck – 2:0 für Heusweiler (16.). Die Mannschaft von Trainerduo Stefan Hobinder und Frank Keller war nun sichtlich geschockt. Es vergingen nur 120 Sekunden, da zeigte Schiedsrichter Jonas Meyer nach einem Handspiel eines Otzenhausener Spielers auf den Elfmeterpunkt. Mirco Frischmann trat zum Strafstoß an und scheiterte am stark reagierenden Torhüter Matthias Bock (18.). Otzenhausen fand zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel. Es dauerte bis zur 24. Minute, bis sich für den VfR die erste und auch einzige Gelegnheit in der 1. Halbzeit ergab: Nach einer flachen Hereingabe von Marvin Krämer scheiterte Maximilian Saar aus drei Metern an Robin Linneberger. Den darauffolgenden Angriff schloss Heusweiler eiskalt ab und erhöhte durch Christian Becker auf 3:0 (25.). Der VfB Heusweiler, der Otzenhausen in der ersten Halbzeit in vielen Belangen überlegen war, legte in der 35. Minute das 4:0 nach. Christian Becker versenkte nach einem Steckpass und sorgte schon quasi für die Vorentscheidung. Mit diesem Spielstand ging es nach 45 Minuten in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es schnell wieder brenzlig im 16er des VfR. Nach einem Schuss von Christian Becker rettete Pascal Mattern für den geschlagenen Torhüter auf der Linie (50.). Danach spielte sich die Partie viel im Mittelfeld ab. Man merkte beiden Teams an, dass die Partie beim Stande von 4:0 gelaufen war. Nach etwas mehr als einer Stunde kam Heusweiler dann wieder in Torlaune. Alexander Bick (64.) Timm Rodenbusch (67.) und Jan Schwindling (75.) schraubten den Spielstand innerhalb kürzester Zeit auf 7:0 hoch. Zu allem Überfluss des VfR Otzenhausen folgte in der 84. Minute auch noch ein Eigentor. Eine Flanke von Daniel Rodenbusch köpfte der Verteidiger ins eigene Tor. Wenige Augenblicke später war dann Schluss und Schiedsrichter Jonas Meyer pfiff das Entscheidungsspiel ab. Der VfB Heusweiler feierte nach einem 8:0-Kantersieg den Aufstieg in die Landesliga Nord.

Mirco Frischmann, der den VfB Heusweiler vor der Saison als erste Trainerstation in seiner Karriere übernahm, durfte somit direkt im ersten Jahr den Aufstieg bejubeln. „Das hier ist einfach weltklasse. Der Verein hatte vor der Saison als Ziel den Aufstieg ausgegeben. Die Jungs haben die ganze Saison über ohne zu meckern schwer gearbeitet. Ich freue mich extrem für sie, dass heute die Leistung, welche sie die ganze Saison über gebracht haben, belohnt wurde”, erzählte Frischmann direkt nach dem Spiel. „Man hofft vor so einem Entscheidungsspiel natürlich immer mit einem Sieg. Dass es am Ende dann aber so deutlich wird, damit hat, denke ich, keiner gerechnet. Ich habe mir den Gegner vorher angeschaut und habe gewusst, dass für uns einiges drin ist. Dass wir uns aber so in einen Rausch spielen und vor dem Tor eiskalt waren, damit war absolut nicht zu rechnen.”

Trotz Aufstieg hat der VfB Heusweiler in der ersten Mannschaft vier Abgänge zu verzeichnen. Jan Schwindling (wechselt in die zweite Mannschaft), Daniel Rodenbusch (wird Trainer in der zweiten Mannschaft), Julian Franz (wechselt zur Spvgg. Quierschied) und Timm Rodenbusch (wechselt zum FV Siersburg) werden das Aufstiegsteam verlassen.
Für die vier Abgänge wird es aber auch vier Neuzugänge in den Reihen des VfB Heusweiler geben: Ben Trenz (spielt bereits seit der Winterpause in Heusweiler), Alexsandro Lauwitz (kommt vom SV Geislautern), Tobias Krauß (kommt vom FV Siersburg) und Yannik Dittgen (kommt vom SV Hellas Bildstock). „Wir sind aktuell noch an einem Spieler dran. Ich denke, dass wir für die Landesliga dann auch gut gerüstet sind”, verriet Frischmann.
In der Landesliga will der VfB Heusweiler, wie bereits in den letzten Jahren in der Bezirksliga gezeigt, ebenfalls eine gute Rolle spielen. „Wenn es nach mir geht, möchte ich auch nächstes Jahr um die Meisterschaft mitspielen”, so Frischmann mit einem Lächeln im Gesicht. „Die Jungs haben sich spielerisch immens weiterentwickelt. Angst haben wir in der Landesliga definitiv nicht. Wir wollen eine gute Rolle spielen und im Idealfall zwischen dem 3. und 7. Tabellenplatz landen.” Bevor es für die Mannschaft nun in die Sommerpause geht, wird aber erst noch so richtig Party gemacht: „Gefeiert wird mit Sicherheit noch bis morgen Mittag. Ich weiß noch gar nicht, wo die Reise heute noch hin geht. Wir starten in unserem Clubheim und dann schauen wir mal. Kann auch sein, dass der ein oder andere die nächsten zwei Tage nicht schläft”, so Frischmann abschließend auf die Frage wie lange gefeiert wird.

















