Niederkirchen. Was für ein Auftakt in das Topspiel der Frauen-Landesliga: Gerade einmal 60 Sekunden waren im Duell zwischen dem Spitzenreiter SG Niederkirchen/St. Wendel und dem Tabellendritten SG Scheidt-Rentrisch gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz der Gäste.
Die Partie begann extrem rasant. Ein langer Ball schien von der Gäste-Defensivabteilung zunächst sicher abgefangen, doch der anschließende Pressschlag sprang unglücklich vor die Füße von Lea Janus. Die Angreiferin behielt die Übersicht und schob eiskalt zur frühen Führung für die Heimelf ein (1.).
Mittelfeldgeplänkel nach Blitzstart
Wer nun ein Offensiv-Spektakel auf dem Rasen erwartete, wurde im Anschluss allerdings gedämpft. Beide Mannschaften neutralisierten sich in der Folge weitgehend im Mittelfeld. Zahlreiche Ungenauigkeiten und Fehlpässe im Spielaufbau verhinderten jeglichen Spielfluss auf beiden Seiten. Die Partie verflachte zusehends, und Torchancen blieben Mangelware. Es dauerte bis zur 39. Minute, ehe die Heimelf wieder gefährlich vor das Tor kam: Nach einer Ecke verpasste Torschützin Janus in der Mitte nur hauchdünn. Von der SG Scheidt-Rentrisch war im ersten Durchgang offensiv so gut wie nichts zu sehen, sodass es mit dem knappen, aber verdienten 1:0 in die Kabinen ging.

Packende Schlussphase mit doppelter Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spitzenspiel deutlich an Fahrt auf und bot den Zuschauern endlich den erhofften Unterhaltungswert. Den Auftakt machten die Gäste in der 57. Minute: Ein langer Ball fand Lena Caspari in der Spitze, deren Schuss jedoch über die Querlatte strich. Nur drei Minuten später antwortete der Tabellenführer: Nach einer mustergültigen Vorarbeit von Saskia Tolkmitt über die rechte Seite verfehlte Lisa Klein das Gehäuse nur um Haaresbreite (60.).
Die Gäste aus Scheidt-Rentrisch blieben zwar bemüht und drängten auf den Ausgleich, agierten im Abschluss jedoch glücklos. Effizienz sah anders aus – das demonstrierte auf der Gegenseite Lucy Becker in der 70. Minute. Nach einem präzisen Steilpass in die Tiefe lief sie allein auf das Tor zu und vollendete eiskalt zum vorentscheidenden 2:0.
Die Gäste zeigten Moral, warfen noch einmal alles nach vorne und wurden in der 77. Minute mit dem 2:1-Anschlusstreffer belohnt. Doch die Spannung währte nur kurz: Praktisch im direkten Gegenzug stellte Theresa Hüster den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her (78.) und machte mit dem Treffer zum 3:1 den Deckel auf die Partie.

