Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken bleibt in der Frauen-Regionalliga Südwest das Maß aller Dinge. Am 8. Spieltag setzte sich der Spitzenreiter vor heimischem Publikum mit 7:1 gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 durch. Dabei sah es zunächst nach einer Überraschung aus: Die Mainzerinnen gingen in Führung, ehe Saarbrücken die Partie noch vor der Halbzeit drehte und im zweiten Durchgang mit fünf weiteren Treffern ein deutliches Ergebnis herausspielte.
Die Ausgangslage vor der Begegnung war klar: Mit sieben Siegen aus den ersten sieben Saisonspielen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 32:1 ging der 1. FC Saarbrücken als souveräner Tabellenführer in die Partie. Mainz II reiste als Tabellendritter an und wollte dem Favoriten Paroli bieten.
Die Gastgeberinnen übernahmen von Beginn an die Initiative und setzten die Mainzer Defensive früh unter Druck. Dennoch waren es die Gäste, die in der 18. Minute den ersten Treffer erzielten. Amira Kallouch behielt im Eins-gegen-eins mit der Torhüterin die Nerven und schob zur überraschenden 1:0-Führung für Mainz ein. Dem Treffer ging eine sehenswert herausgespielte Kombination voraus, mit der die Gäste ihre erste große Torchance konsequent nutzten.

Saarbrücken zeigte sich davon jedoch nur kurz beeindruckt. In der 22. Minute bot sich Chelsea Agyei die große Möglichkeit zum Ausgleich: Sie umspielte die Mainzer Torhüterin, setzte den Ball aus spitzem Winkel anschließend aber knapp am leeren Tor vorbei.
In der 30. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Nach einem Eckball versenkte Michelle Reifenberg den Ball zum 1:1 im Tor. Der FCS erhöhte weiter den Druck und kam zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 36. Minute verhinderte der Pfosten nach einem Distanzschuss von Ida Schneider die Führung.
Diese fiel schließlich in der 39. Minute: Chelsea Agyei schloss aus rund acht Metern trocken ins lange Eck ab und brachte Saarbrücken mit 2:1 in Führung. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel blieb Saarbrücken die spielbestimmende Mannschaft und baute den Vorsprung konsequent aus. In der 65. Minute spielte Nicole Davida Thompson einen hervorragenden Steilpass in den Lauf von Chelsea. Die Angreiferin blieb eiskalt und verwandelte souverän zum 3:1.

Nur sieben Minuten später fiel die Vorentscheidung. Emma Wagner reagierte nach einem Torschuss, den die Mainzer Torhüterin nur nach vorne abprallen lassen konnte, am schnellsten und schob zum 4:1 ein.
Saarbrücken ließ den Gästen anschließend kaum Zeit zum Durchatmen. Bereits in der 73. Minute schnürte Chelsea ihren Dreierpack. Mit ihrer Schnelligkeit setzte sie sich gegen ihre Gegenspielerin durch und blieb vor dem Tor erneut nervenstark – 5:1.
Auch in der Schlussphase blieb der FCS offensiv gefährlich. Nach einer Ecke von Kristin Hauck erhöhte Michelle Reifenberg in der 80. Minute auf 6:1. Den Schlusspunkt setzte Lilli Berwind in der 87. Minute, als sie einen Strafstoß sicher zum 7:1-Endstand verwandelte.

Mit dem deutlichen Heimsieg setzt der 1. FC Saarbrücken seine makellose Saison fort. Nach acht Spielen stehen acht Siege und damit die maximale Ausbeute von 24 Punkten zu Buche. Das Torverhältnis verbesserte sich auf 39:2. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Elversberg beträgt weiterhin fünf Punkte.
