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Bitteres Pokal-Aus nach großem Kampf

Fabian KleerBy Fabian Kleer22. August 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Saarbrücken. Der Traum vom nächsten Pokal-Coup ist für den 1. FC Saarbrücken auf bittere Art und Weise geplatzt. Vor 15.500 Zuschauern im ausverkauften Ludwigspark stemmte sich der FCS über 120 Minuten leidenschaftlich gegen den favorisierten Zweitligisten Hertha BSC. Nach einem späten Ausgleich durch Philip Fahrner durfte Saarbrücken sogar vom Weiterkommen träumen – doch im Elfmeterschießen hatten die Berliner schließlich die besseren Nerven.

Dabei erwischten die Gäste aus Berlin den besseren Start. Hertha hatte insbesondere in der ersten Halbzeit deutlich mehr Ballbesitz und kontrollierte über weite Strecken das Spiel. Saarbrücken stand kompakt, verteidigte aufmerksam und setzte immer wieder Nadelstiche über schnelle Umschaltmomente. Trotz der Berliner Überlegenheit ließ die Mannschaft von Saarbrücken nicht viel zu und hielt bis zur Pause die Null.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hertha den Druck. Saarbrücken musste zunehmend mehr Arbeit gegen den Ball verrichten, hielt aber mit großem Einsatz dagegen. In der 69. Minute war es dann Paul Seguin, der die Gäste mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung brachte. Aus rund 25 Metern setzte der Berliner den Ball unhaltbar in den Winkel – für den FCS ein bitterer Moment.

Doch wer an diesem Nachmittag mit einem Aufgeben der Saarbrücker gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Der FCS warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und belohnte sich tatsächlich für seinen unermüdlichen Einsatz.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit explodierte der Ludwigspark: Nach einer Ecke landete der Ball bei Philip Fahrner. Der Saarbrücker fasste sich ein Herz und traf per Dropkick zum 1:1. Der Ausgleich kam spät – aber er kam. Und plötzlich war wieder alles offen.

In der Verlängerung entwickelte sich der Pokalfight endgültig zu einer Nervenschlacht. Saarbrücken verteidigte mit Leidenschaft und kämpfte um jeden Ball. Hertha hatte weiterhin Möglichkeiten, konnte die Partie aber nicht entscheiden. So musste nach 120 intensiven Minuten das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden.

Dort war das Glück schließlich nicht mehr auf Seiten des FCS. Herthas Torhüter Marius Gersbeck avancierte zum entscheidenden Mann und parierte zwei Saarbrücker Strafstöße. Die Berliner setzten sich mit 4:2 im Elfmeterschießen durch und zogen in die zweite Pokalrunde ein.

Für den 1. FC Saarbrücken bleibt damit vor allem die Enttäuschung. So nah war die Mannschaft dem nächsten großen Pokalabend gekommen. Nach dem Rückstand zurückzukommen, in der Nachspielzeit den Ausgleich zu erzielen und sich anschließend auch durch die Verlängerung zu kämpfen, verdient Respekt. Am Ende fehlten nur wenige Zentimeter beziehungsweise zwei verwandelte Strafstöße zum großen Coup.

Trotz des Ausscheidens darf der FCS erhobenen Hauptes aus diesem Pokalspiel gehen. Die Mannschaft hat gegen einen ambitionierten Zweitligisten alles auf dem Platz gelassen und einmal mehr gezeigt, warum der Ludwigspark im DFB-Pokal ein unangenehmes Pflaster für jeden Gegner ist.

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Fabian Kleer

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