Steven Mohr
Steven Mohr

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Gruppe Süd

Ausgleichstreffer in allerletzter Sekunde! Wiesbach schluckt bittere Auswärtspille

Aufwärmen in der Fremde auf bescheidendem Acker

Mechtersheim. Trotz aller Beanstandungen konnte sich der FC Hertha Wiesbach mit einem Punktgewinn in der Fremde auf die Heimreise begeben. Beim TuS Mechtersheim endete die Partie sehr unglücklich mit 2:2. Ein Punkt der Moral der Petry-Mannschaft, die in der Fremde im Stadion an der Kirschenallee mächtig Ärger hatte. Bereits vor dem Anpfiff gab es schon Wortgefechte, da Gastgeber Mechtersheim darauf bestand, dass sich Hertha Wiesbach neben dem Stadion auf einem Acker – der einer Kuhweide ähnlich war, für die eigentliche Partie vorbereiten sollte – obwohl Hertha-Trainer Michael Petry zuvor auf Nachfrage zugesichert wurde, man soll sich auf dem Rasen im Stadion aufwärmen. In der Tabelle belegt Hertha Wiesbach (31 Punkten) den 2. Tabellenplatz- Dudenhofen (30 Punkten) gegen Jägersburg wurde kurzfristig aufgrund eines Coronafall bei den Saarländern abgesagt.  Im nächsten Ligaspiel erwartet die Petry-Elf ein Heimspiel gegen die TSG Pfeddersheim. Außerdem wurde abseits der Partie bekannt, Hertha Wiesbach trifft im Saarlandpokal-Viertelfinale auswärts auf den SV Auersmacher.

Auf diesem „Acker“ wurde sich auf die Partie vorbereitet – FOTO: Steven Mohr

Die Partie war eine offene Partie, in der Mechtersheim etwas zielstrebiger in der Offensive war und gleich nach dem Anpfiff einen Lattenkracher verzeichnete. Nach 21 Minuten war es dann soweit, Mechtersheim ließ vor 139 Zuschauer die Tor Sirene läuten. Alexander Biedermann (21.) versenkte zum 1:0. Bei den Gästen aus dem Saarland hatte Kapitän Oliver Hinkelmann (32.) die erste Hertha-Chance aus dem Rückraum, doch Mechtersheim blockte gut dagegen und wehrte den Schuss ab.  Allerdings knackten die Saarländer die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff und markierten das 1:1 durch Lukas Mittermüller. Mit diesem Resultat ging es auch in die Halbzeitpause.

Bevor der zweite Durchgang überhaupt angepfiffen werden konnte, musste Wiesbach verletzungsbedingt austauschen. Pascal Piontek (46.) blieb angeschlagen in der Kabine und wurde durch Lukas Paulus ersetzt. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Mannschaft um Trainer Michael Petry deutlich aggressiver und kam auch sofort zum Führungstreffer. Drei Zeigerumdrehungen nach dem Seitenwechsel versenkte Yannick Bach (48.) zum 2:1. Mechtersheim dagegen schien wie von der Rolle und kurz danach stoppte Mechtersheim-Torwart Nazimi Mert Seymann Hertha-Stürmer Ruddy M‘Passi unfair und es gab Elfmeter; Yannick Bach (57.) verschoss den Elfmeter allerdings und der erneute Hertha-Jubel blieb aus. Der Knackpunkt der Partie, denn mit gütiger Mithilfe des Schiedsrichters kam Hertha Wiesbach noch ins Hintertreffen und kassierte in der 90.+7. Spielminute den Ausgleichstreffer zum 2:2 – obwohl vom Schiedsrichter nur drei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden. Außerdem sah Hertha-Trainer Michael Petry kurz vor Feierabend noch die gelbe Karte nachdem er sagte „Abpfiff“ als die drei Minuten abgelaufen waren. Mechtersheim bejubelte dann tatsächlich noch den glücklichen Ausgleischtreffer – David Reitarow (90.+7) der Torschütze zum 2:2. Ende.

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