Elversberg: Nach fünf Wochen ohne Heimspiel in der Bundesliga kehrte die SV Elversberg gegen den FC Augsburg in die URSAPHARM-Arena zurück. Mit sieben Punkten aus den ersten fünf Partien belegte die SVE vor dem sechsten Spieltag der Saison 2026/27 einen soliden neunten Platz und unterlag letzte Woche nur knapp Union Berlin in der Bundeshauptstadt. Augsburg ist ein etablierter Bundesligist, der seit 2011 ununterbrochen in der höchsten Spielklasse vertreten ist. Die Mannschaft von Cheftrainer Manuel Baum reiste mit großem Selbstvertrauen ins Saarland, nachdem sie dem FC Bayern München am vergangenen Wochenende ein 2:2 abgetrotzt hatte. Wagner erwartete daher einen Gegner, der die Anforderungen der Bundesliga genau kennt: „Augsburg steht für erfahrenen, klugen Bundesliga-Fußball, der sowohl gut als auch im positiven Sinne unangenehm sein kann. Ich glaube, es kommt eine Mannschaft auf uns zu, die genau weiß, worauf es ankommt, und die eine geschlossene Leistung zeigt.“ Personell hatte Elversberg mit den Folgen der Länderspielpause zu kämpfen. Francis Onyeka, Cole Campbell und Tom Zimmerschied standen nicht zur Verfügung.
Augsburg startete letzte Woche mit einem Blitzstart gegen die Bayern, heute traf es die Gäste doppelt. Kaum zwei Minuten waren gespielt, als der Schiedsrichter nach der Videobetrachtung einen Handelfmeter für die SV Elversberg gab. Lukas Petkov schoss zu unplatziert und traf erst im Nachschuss. Weniger als drei Minuten später nutzten die Hausherren eine Ecke für einen eiskalten Konter über zwei Stationen, woraufhin Lasse Günther nach starker Vorarbeit von Maurice Krattenmacher auf 2:0 erhöhte. Die Gäste erholten sich rasch, übernahmen die Initiative und erspielten sich mehrere Chancen, doch auch die Saarländer blieben durch Konter gefährlich. In der 28. Minute köpfte Maximilian Rohr nach einer präzisen Ecke von Felix Keidel zum 3:0 ein. Das Spiel beruhigte sich, bis die Gäste kurz vor der Pause wieder stärker wurden. Elversberg musste vor der Pause zweimal verletzungsbedingt wechseln: Noah Darvich und Jan Gyamerah konnten wegen muskulärer Probleme nicht weiterspielen. In der fünfminütigen Nachspielzeit wurde es erneut hektisch, und die SVE musste mehrere Freistöße und Eckbälle hinnehmen. Nach Ablauf der Nachspielzeit gab es beim letzten Eckball ein Handspiel von Max Rohr, woraufhin der Schiedsrichter nach VAR-Hinweis auf Strafstoß entschied. Fabian Rieder verwandelte zum 3:1 Halbzeitstand.
Die ausverkaufte UrsapharmArena sah in der zweiten Halbzeit zunächst eine sehr ausgeglichene Partie mit wenig Offensivaktionen und wenig Spannung. Es lief bereits die 75. Spielminute als es erneut Elfmeter für die Gäste gab. Der eingewechselte Michael Gregoritsch stellte auf 3:2 und machte das Spiel nochmal spannend. In der 80. Spielminute traf zum vermeintlichen 4:2 Raif Adam, aber dieses Tor wurde vom VAR wegen Abseits kassiert. Das Schiedsrichtergespann machte an diesem Nachmittag keine gute Partie. Dies zeigte sich auch vier Minuten vor Ende als Dr. Exner erneut auf den Punkt für Augsburg zeigte jedoch nach Ansicht der Bilder sich korrigierte. In der 89. Minute dann das erlösende 4:2 durch Frederik Schmahl, aber dieses hielt keine Minute denn Augusburg verkürzte erneut. Danach wurden sieben Minuten Nachspielzeit angezeigt. Beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten auf ein Tor. Noel Futkeu verschoss sogar ein Elfmeter. Am Ende blieb es aber beim knappen 4:3 in einem hochdramatischen Spiel.
SV Elversberg hat nun zehn Punkte und belegt Tabellenplatz sechs, am nächsten Samstag muss man zu RB Leipzig reisen.
